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Wirtschaftskammer mit vorsichtigem Ausblick

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Konjunktur Wie ist das Jahr 2013 verlaufen und was könnte das Wirtschaftsjahr 2014 bringen? Diese Fragen hat die Wirtschaftskammer Liechtenstein gestern beim traditionellen Medienapéro beantwortet. Allzu viel Euphorie wollte beim Ausblick aber nicht aufkommen.

 

Nein, Euphorie klingt anders. Als Wirtschaftskammer-Präsident Arnold Matt gestern sagte, dass sein Fazit für dieses Jahr laute, dass man abwarten müsse, was am Ende herauskommt, fühlten sich die anwesenden Medienvertreter wohl bestätigt, dass riesige Höhenfl üge in diesem Jahr kaum zu erwarten seien. Fast scheint es, als wäre man schon zufrieden, wenn dieses Jahr wenigstens so verlaufen würde wie das vorherige. Kein besonders gutes Jahr, aber eben auch kein ganz schlechtes. «Aus meiner Sicht ist das Wirtschaftsjahr 2013 etwa so verlaufen wie das Jahr 2012», fasste Arnold Matt zusammen. Die Beschäftigung sei stabil, das Wachstum war marginal und werde es wahrscheinlich auch in diesem Jahr sein. Dazu kommen in verschiedenen Branchen die altbekannten Probleme wie Verdrängungswettbewerb, Preisdruck und die Frankenstärke. «Auch das Einkaufsverhalten ist nach wie vor gleich. Mit der Abwanderung haben wir schon fast gelernt zu leben. Kein guter Zustand, aber es ist nicht schlimmer geworden als 2012», so Matt. In den einzelnen Branchen zeichnet sich demnach ein recht ähnliches Bild. Das Bauhaupt- und Nebengewerbe berichtet von einem ähnlichen Jahr wie 2012, rechnet aber in Zukunft mit Rückgängen. Schon jetzt gebe es in verschiedenen Gemeinden Leerstände. «Es wird geschätzt, dass derzeit bis zu 40 000 Quadratmeter leer stehen», verdeutlichte Matt mit einem Fingerzeig an die Politik. Betriebsansiedlungen wären noch immer möglich, allerdings werde nach Ansicht der Wirtschaftskammer nicht genug dafür getan. Aber auch andere Branchen hätten derzeit zu kämpfen: Weiterhin schwierig sei die Lage der Industriezulieferer, die stark vom Euroraum abhängig sind und mit hohem Preisdruck zu kämpfen haben. Auch der Handel, das Transportgewerbe und das grafi sche Gewerbe hätten ihre Probleme: Angefangen beim Einkaufstourismus, über hohen Preisdruck bis hin zur Konkurrenz durch das Internet.

Gutes Jahr für die Wirtschaftskammer
Deutlicher positiver fiel gestern der Rückblick der Wirtschaftskammer auf das selbst Erreichte aus: Als Höhepunkt nannte Geschäftsführer Jürgen Nigg die Fertigstellung des Gebäudeanbaus im Juni – nach überaus kurzer Bauzeit. Darüber hinaus konnte der Unternehmerlehrgang «KMU-Werkstatt» erfolgreich abgeschlossen werden. Der zweite Lehrgang beginnt in diesem Juni. Auch die Kooperation mit der People’s ViennaLine erweis sich offenbar als Erfolg. Dieses Jahr dürfte für die Wirtschaftskammer ähnlich vielversprechend verlaufen: Zum 10-jährigen Bestehen der LieCard kündigte Nigg «einige kundenbindende Massnahmen » an. Ausserdem sollen das Magazin «Unternehmer» und die eigene Homepage modernisiert werden sowie eine neue Mitgliederdatenbank eingeführt werden. Bereits unter Dach und Fach ist die neue Kooperation zwischen Kurse.li und der MKS AG (s. Kasten). Unterzeichnet ist nun auch ein Kooperationsvertrag mit dem Versicherungsunternehmen Generali. Ab dem 1. März stehen dann den Mitgliedsbetrieben der Wirtschaftskammer besondere Versicherungslösungen zur Verfügung, die nicht nur den Betrieben selbst, sondern auch den Mitarbeitenden angeboten werden.

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