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Wirtschaft trifft auf Finanzwelt

Die gestrige Jahresversammlung der Wirtschaftskammer stand im Zeichen der Zusammenarbeit der Wirtschaft und der Finanzwelt. Dass diese Zusammenarbeit gut funktioniert und Früchte trägt, wurde von beiden Seiten bekräftigt.
«Wie eng die Wirtschaftswelt mit der Finanzwelt verbunden, ja sogar verwoben ist, hat sich in den letzten Jahren mehrmals gezeigt», begann Arnold Matt, Präsident der Wirtschaftskammer Liechtenstein, seine Ansprache anlässlich der Delegiertenversammlung. Die Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 sei schliesslich von der Finanzwelt ausgegangen und habe alle wirtschaftlichen Bereiche und Branchen erfasst. Dies sei auch ein Grund gewesen, die Veranstaltung in den Räumlichkeiten der VP Bank in Triesen abzuhalten.

 

Vorteile bieten, Nutzen mehren

Die Wirtschaftskammer sei bestrebt, ihren angeschlossenen Unternehmen Vorteile zu bieten und den Nutzen zu mehren. «Dieser Strategie haben wir uns seit dem Jahr 2000 verschrieben», sagte Matt und versicherte, dass sich die Wirtschafskammer weiterhin für die Standortattraktivität Liechtensteins einsetzen werde. Dazu gehöre beispielsweise, dass der Staatshaushalt ins Lot gebracht und die Infrastruktur auf dem modernsten Stand gehalten werde. «Wir benötigen Investitionen des Landes und eine moderne Verkehrsinfrastruktur. Beides ist für die Wirtschaft und gerade für Klein- und Mittelbetriebe von grosser Bedeutung», sagte Matt. Regierungschef-Stellvertreter Thomas Zwiefelhofer zeigte sich überzeugt, dass die guten Beziehungen zwischen der Wirtschaftskammer und dem Finanzplatz weiterhin stark sein werden. «Der Wirtschaftsstandort Liechtenstein ist gleichermassen angewiesen auf den Werkplatz, wie auf den Finanzplatz. Beide Bereiche bedingen einander, sie sind in gewissem Sinne auch abhängig voneinander », sagte der Wirtschaftsminister. Es sei daher wichtig, dass ein Austausch auch über wirtschaftliche Grenzen hinweg erfolge. So habe Liechtenstein die Krise nicht nur bewältigt, sondern habe sie genutzt, um sich wettbewerbs- und zukunftsfähig zu erneuern. «Es ist eine Erfolgsstory, die auch während der Krisenjahre fortgeschrieben werden konnte. Nicht zuletzt belegt dies auch das Triple-A-Rating von Standard & Poor’s, das gerade kürzlich erneuert wurde», sagte Zwiefelhofer.

 

Interesse oder Ampelsystem

Rolf Jehrmann, Leiter Commercial Banking der VP Bank, gab den Anwesenden einen Einblick in die Welt der Finanzen. So habe man die Wahl, ob man mit Interesse auf die Bedürfnisse der Kunden eingehe oder ob man mit einem Ampelsystem, welches automatisch über Kundenanträge entscheide, arbeite. Der gute Kontakt zur Wirtschaftskammer sei äusserst hilfreich ein Ampelsystem zu vermeiden, da so häufig ein Verständnis für Kunden geschaffen und eine gemeinsame Lösung gefunden werden kann. Jehrmann hob aber auch den Mahnfinger. Obwohl Liechtenstein die Transformation zur Weissgeldstrategie fast abgeschlossen habe, warte mit der Steuerthematik bereits die nächste Herausforderung auf Liechtenstein. Dabei handelt es sich um ein Bestreben der G-20-Staaten, Steuervorteile auszugleichen. «Es betrifft uns, wir stehen jedoch aktuell nicht im Fokus», beruhigte Thomas Zwiefelhofer gegenüber dem «Vaterland».

 

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