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Gewerbe und Handel stärken

Mit dem heutigen Auftakt zur neuen Serie «Werkplatz Liechtenstein» werden der liechtensteinische Handel und das Gewerbe den «Vaterland»-Lesern nähergebracht und vorgestellt.

Die Wirtschaftskammer Liechtenstein und das «Liechtensteiner Vaterland» starten heute eine wöchentlich erscheinende Sonderserie mit dem Titel «Werkplatz Liechtenstein», in welchem der heimische Detailhandel, das Gewerbe und die Dienstleistungsunternehmen sowie die Lehrlingsausbildung im Land vorgestellt werden. Der «Werkplatz Liechtenstein» bietet vielen Arbeitnehmern aus Liechtenstein sowie seinen Zupendlern einen sicheren und interessanten Arbeitsplatz. Die Sonderserie im «Liechtensteiner Vaterland» hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, seinen Lesern und Leserinnen das heimische Gewerbe, den Detailhandel und den Dienstleistungssektor näherzubringen. In den kommenden Wochen werden die Berufe Gärtner und Floristen, Elektrotechniker und Radio- und Fernsehelektriker, Berufe im Baugewerbe, Rüfe und Forst, der Beruf des Schreiners sowie der des Zimmermeisters vorgestellt. Dabei werden jeweils die Sektionspräsidenten des jeweiligen Berufsfeldes im Interview Einblick gewähren und Auskunft geben über die täglichen Aufgaben am Arbeitsplatz sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im betreffenden Berufsfeld. Nach der Sommerpause werden im zweiten Halbjahr ab Ende September die Berufe Gipser, Ofenbauer und Plattenleger, Maler, Kaminfeger, die Berufe im Metallgewerbe, Haustechnikberufe und Spengler sowie der Beruf des Innendekorateurs in dieser Serie vorgestellt.

Junge für Bauberuf motivieren
Ein grosses Sorgenkind für einige Berufsbranchen und auch für die Mitarbeiter der Wirtschaftskammer Liechtenstein ist die Rekrutierung von Lehrlingen in manuellen Berufen. Darunter fällt auch das Baugewerbe. Obwohl es in diesem Beruf auch Weiterbildungsmöglichkeiten und interessante Zukunftschancen gibt, so hat der Bau mit Lehrlingsmangel zu kämpfen. Dafür setzt sich die Wirtschaftskammer ein und zeigt jungen Menschen auf, dass auch eine Lehre als Maurer oder Gipser sehr interessante Aspekte aufweist. Schliesslich hat auch in der Baubranche Hightech Einzug gehalten und ausgewiesene Fachkräfte sind nach wie vor von vielen Bauunternehmen gesucht. Wo genau die Faktoren für die Unbeliebtheit der Berufe im Baugewerbe liegt und mit welchen Massnahmen man zukünftige Schulabgänger für das Baugewerbe begeistern kann, möchte die Wirtschaftskammer Liechtenstein herausfinden.

Projekt mit Schulen geplant
Mit der Unterstützung durch das Schulamt und die Weiterführenden Schulen in Liechtenstein startet die Wirtschaftskammer Liechtenstein eine Umfrage. Durch die Umfrage und das Erfassen der Daten soll eruiert werden, für welche Berufsausbildung sich die Schulabgänger entschieden haben. Weiters soll ermittelt werden, was sie zu dieser Berufswahl animiert hat. Wurden sie durch Familie und Verwandte zu ihrem gewählten Beruf ermutigt? Welche Aussichten sehen sie selbst für das gewählte Berufsfeld? Anhand der ausgewerteten Daten versucht die Wirtschaftskammer zu ermitteln, wie gewisse Berufsfelder attraktiver beworben werden können. Da die Wirtschaftskammer aktiver Partner für das Gewerbe ist, kann die Wirtschaftskammer frühzeitig agieren, damit die Probleme von unbesetzten Lehrstellen im Baugewerbe erst gar nicht auftreten. Die Umfrage ist auf Ende dieses Schuljahres geplant, und mit den Ergebnissen will man die kommenden Schulabgänger noch ausführlicher über die «unbeliebten » Berufsfelder aufklären und sie auch dafür begeistern. So sollen auch die verschiedenen Gewerbe und Dienstleister auf zahlreichen und gut ausgebildeten Nachwuchs zählen können.

Wirtschaftskammer
Ansprechspartner für das Gewerbe

Die Wirtschaftskammer steht als kompetenter Ansprechpartner mit umfassenden Dienstleistungen im Wirtschaftsbereich allen Unternehmungen zur Seite. Die Wirtschaftskammer vertritt die gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder gegenüber politischen Institutionen, Behörden, Verbänden, Vereinigungen und der Öffentlichkeit. (pd) Infos: Wirtschaftskammer Liechtenstein, Zollstrasse 23, Schaan, Tel. +423 237 77 88 www.wirtschaftskammer.li, info@wirtschaftskammer.li

Das heimische Gewerbe unterstützen.
Der liechtensteinische Handel und das Gewerbe sind eine wichtige Kraft für den Standort Liechtenstein. Insgesamt bietet Liechtenstein rund 35 000 Arbeitnehmern moderne Arbeitsplätze, bildet Lehrlinge aus und rund 3500 Gewerbescheine bestehen im Land – ein Potenzial, das nicht unterschätzt werden darf. Das Gewerbe, die Dienstleister und die Industrie machen über 60 Prozent der Wirtschaftskraft aus. Heute fahren viele Liechtensteiner und Liechtensteinerinnen, rund 42 Prozent, am Samstag nach Vorarlberg, um ihre Einkäufe zu tätigen. Jedoch ist der Einkaufstourismus ein hausgemachtes Problem. Denn 1937 wurde ein Warenhausgesetz erlassen, zum Schutz des liechtensteinischen Detailhandelsgewerbes, dass in Liechtenstein kein Warenhaus gebaut werden darf. Daher besorgten viele Liechtensteiner Familien ihre Einkäufe in Buchs. Das Gesetz wurde erst Mitte der 1980er-Jahre aufgehoben. Einkäufe im Land tätigen Obwohl heute viele Einkaufstouristen am Samstag nach Vorarlberg fahren, um so vermeintlich Geld zu sparen, und den heimischen Handel so ausser Acht lassen, sind einige dieser Einkaufstouristen im Gegenzug dem liechtensteinischen Gewerbe wieder dankbar, wenn der Nachwuchs eine Lehrstelle in Liechtenstein bekommt. Die Wirtschaftskammer Liechtenstein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Einwohner Liechtensteins auf diese Problematik zu sensibilisieren. Daher setzt sie sich stark für das heimische Gewerbe, den Handel und das Lehrlingswesen ein. So können auch in Zukunft attraktive Arbeitsplätze in Liechtenstein bestehen bleiben und garantiert werden. (lb)

Jürgen Nigg,
Geschäftsführer der Wirtschaftskammer Liechtenstein.

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