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«Familie und Beruf» ist zulässig

Die Initiative «Familie und Beruf», welche von der Wirtschaftskammer zur Prüfung bei der Regierung eingereicht wurde, ist zulässig. Voraussichtlich ab Mitte April kann daher mit der Unterschriftensammlung begonnen werden. Die Wirtschaftskammer gibt sich zuversichtlich.

JOËL GRANDCHAMP

VADUZ. Die Wirtschaftskammer Liechtenstein reichte im Februar bei der Regierung ein Initiativbegehren zur Abänderung des Familienzulagengesetzes ein. In einem entsprechenden Bericht und Antrag zuhanden des Landtags gab die Regierung nun bekannt, dass das Initiativbegehren weder gegen die Verfassung noch gegen bestehende Staatsverträge verstösst und alle weiteren Voraussetzungen gemäss Volksrechtegesetz erfüllt sind. Das Initiativbegehren könne daher zur Unterschriftensammlung zugelassen werden.

Mutterschaft ist keine Krankheit

Die Wirtschaftskammer möchte mit ihrer Initiative gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen. Zum einen soll die Finanzierung der Kindertagesstätten durch ein Gesetz geregelt werden und zum anderen der Mutterschaftsurlaub neu durch die Familienausgleichskasse (FAK) bezahlt werden. «Dadurch wird der Mutterschaftsurlaub durch die Wirtschaft finanziert und ist keine Krankheit mehr, sondern eine Mutterschaft, die diesen Namen auch verdient», sagt Jürgen Nigg, Geschäftsführer der Wirtschaftskammer. Das Anliegen, dass der Mutterschaftsurlaub durch die FAK bezahlt wird, habe die Wirtschaftskammer bereits bei der letztjährigen Diskussion zur KVG-Revision einge- bracht, was aber nicht beachtet worden sei.

«Förderung der Mütter»

Dadurch, dass die Initiative einen fixen Unterstützungsbetrag festlegen würde, könne man auch den Wettbewerb unter den Kitas fördern. Dies sei jedoch nur ein Nebeneffekt. «Es geht um die Idee, Mütter als Teilzeitarbeitskräfte zu fördern», sagt Nigg. Es gehe hierbei um einen Betrag von 1,3 Millionen Franken, welcher jährlich von der Wirtschaft bezahlt werde. «Damit werden die Eltern entlastet. Es ist also keine Kita-Förderung, sondern eine Förderung der Mütter bei den Kitas», sagt Nigg. Durch die Initiative werde es für Frauen, die der Wirtschaft fehlen, attraktiver, auch nach der Geburt des Kindes wieder zu arbeiten. «Mütter mit Kindern jeden Alters werden dem zustimmen», sagt Nigg. Er rechne daher mit Unterschriften sowohl aus Wirtschafts- als auch aus

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