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Wirtschaftskammer gut in Schuss

Jahresversammlung - Die Zahl der Teilnehmer an der Jahresversammlung der Wirtschaftskammer gestern Abend zeigt: die Kammer ist gut im Saft. Und sie gibt sich kämpferisch – sie will sich weiter aktiv in die politische Agenda einmischen.

 

Auch zahlreiche Politiker liessen es sich gestern Abend nicht nehmen, mit den Gewerblern beim anschlies­senden Apéro anzustossen. Man war sich einig, die Herausforderungen im letzten Jahr waren gross – 40 Mitglieder der Wirtschaftskammer mussten den Schlüssel drehen und das Geschäft aufgeben, bedauerte Wirtschaftskammerpräsident Arnold Matt. Allerdings fügte er an, dass wiederum 31 Neumitglieder dazugewonnen werden konnten. Der Mitgliederrückgang wertete er als Anzeichen, dass sich die wirtschaftliche Gesamtsituation in Liechtenstein durch die Aufhebung des Euro-Mindestkurses und die zurückhaltende Investitionspolitik der öffentlichen Hand eher verschlechtert denn gebessert habe. Aber nicht nur das, sondern auch die Ungleichbehandlung mit der Schweiz macht den Gewerbebetrieben hierzulande zu schaffen. «Während die Wirtschaftsminister kamen und gingen, blieb das Problem bestehen», bemängelte Matt. Die Wirtschaftskammer hatte Anfang April aktiv das Heft in die Hand genommen und mit einer Kundgebung vor dem Regierungsgebäude ihrer Forderung nach «gleich langen Spiessen» Nachdruck verliehen. Bei Wirtschaftsminister Thomas Zwiefelhofer scheint die Botschaft angekommen zu sein. Er betonte gestern Abend jedoch, dass die Verhandlungen mit der Schweiz schwierig seien und warnte vor zu viel Euphorie. Er stellte aber in Aussicht, dass die Regierung in Liechtenstein ebenfalls höhere Hürden errichten wolle, sollte die Schweiz nicht einlenken.

Mario Zandanell wird Vizepräsident

An der Jahresversammlung waren jedoch nicht nur die Herausfordernungen Thema, sondern es wurde auch ein neuer Vorstand gewählt. Vizepräsident Hans-Peter Tschütscher hatte angekündigt, sich aus dem Vorstand zurückzuziehen. Er wurde daher zum Ehren-Vizepräsidenten ernannt, an seine Stelle trat Mario Zandanell. Wirtschaftskammergeschäftsführer Jürgen Nigg dankte dem scheidenden Vizepräsdienten für das grosse Engagement. Ihm sei es zu verdanken, dass die Wirtschaftskammer ein eigenes Gebäude habe. «Ich selbst hätte damals ja Container aufgestellt», gab Jürgen Nigg zu. Jetzt zeige sich aber, dass die Vermietung der eigenen Räumlichkeiten durchaus ein lukratives Geschäftsfeld sei. Denn dank der Mieteinnahmen konnte die Wirtschaftskammer gestern Abend der Jahresversammlung eine ausgeglichene Bilanz vorlegen.

 
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