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«Mit den richtigen Leuten geht es vorwärts»

Herr Matt, was bedeutet dieses Massnahmenpaket für das Gewerbe?
Arnold Matt:
Wir sind mit diesem Massnahmenpaket sehr zufrieden. Wichtig ist, dass unsere Unternehmer eine Verlängerung von 90 auf 120 Tage erhalten haben und vor allem, dass es unter 120 Tagen keine wirtschaftliche Prüfung gibt. In der Pressekonferenz haben wir es bereits gehört: Wenn bisher geprüft wurde, und es gab bereits ein Schweizer Unternehmen, bekam das Liechtensteiner Unternehmen die Verlängerung von 90 auf 120 Tage nicht. Das ist mit dem Massnahmenpaket nicht mehr der Fall. Denn wenn ein Baumeister in der Schweiz arbeitet und einen kleinen Bau betreut, braucht er sieben bis acht Monate - dann sind diese 90 Tage schnell ausgeschöpft. Mit den 120 Tagen wird diese Frist um einiges verlängert. Das ist für uns wichtig und das war auch das Bedürfnis der Unternehmen.


Trotzdem muss man sich noch anmelden.

Ans Anmelden haben sie sich gewöhnt, für uns gibt es nichts Neues. Man hat sich immer gestört daran, dass jeder aus der Schweiz nach Liechtenstein kommen kann, um zu arbeiten und wieder verschwinden. Teilweise gab es bei den Kontrollen Verfehlungen - Mindestlöhne oder andere Dinge wurde nicht eingehalten, die bei uns Gesetz sind. Das ist nun anders. Wir denken, dass es dieselbe Geschichte ist. Wenn jemand aus Liechtenstein in der Schweiz länger als 120 Tage arbeiten will, dann muss er dort eine Firma gründen. Umgekehrt ist das jetzt auch so. Dann muss diese Person in Liechtenstein eine Filiale eröffnen und hier Steuern bezahlen.

Man hat 15 Jahre gebraucht, bis man zu dieser Lösung gekommen ist. Weshalb hat es so lange gedauert?

Manchmal müssen einfach die richtigen Leute aufeinandertreffen, dann geht auch etwas vorwärts. (mh)

 

 

 

Arnold Matt
Präsident der Wirtschaftskammer Liechtenstein

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