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Arnold Matt wird Ehrenpräsident

Bei der Jahresversammlung der Wirtschaftskammer Liechtenstein trat der bisherige Präsident Arnold Matt nach 17 Jahren von seinem Amt zurück. Der neue Präsident heisst Rainer Ritter und kommt aus Mauren.

Von Hartmut Neuhaus

«Du bist ein Visionär und dein Herz schlägt für die Wirtschaftskammer, wir alle sind dir zu grossem Dank verpflichtet», freute sich der Ehrenvizepräsident Hans-Peter Tschütscher in seiner Laudatio zur Wahl von Arnold Matt zum Ehrenpräsidenten. Gestern Abend fand die 11. Jahresversammlung der Wirtschaftskammer Liechtenstein in den Räumlichkeiten der Firma Zandanell AG in Vaduz statt. Zu Beginn des Anlasses gab Arnold Matt, der seit 17 Jahren das Präsidentenamt innehat, seinen Rücktritt bekannt.

Dieser Schritt sei nötig, da er sich in seiner eigenen Unternehmung stärker engagieren wolle. Ausserdem sei es nicht schlecht, wenn er einer jüngeren, ambitionierten Person die Chance gebe, die Wirtschaftskammer in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Arnold Matt wurde damals Präsident der GWK. Unter seiner Leitung entstand dann die Wirtschaftskammer Liechtenstein, die von wesentlich moderneren Strukturen geprägt war. Die Pflichtmitgliedschaft wurde aufgehoben.

Mitglieder haben enorme Vorteile
Dank der vielen neuen attraktiven Projekte im Aus- und Weiterbildungssektor, dem Lehrlingswesen und dank einem reichhaltigen Dienstleistungsangebot, welches die Wirtschaftskammer nun anbot, war und ist es ein enormer Vorteil, Mitglied zu sein. Die grosse Anzahl der freiwilligen Mitglieder zeigte, dass das Konzept der «neuen» Vereinigung, welche auf den Ideen von Arnold Matt und seinen Mitarbeitern basierte, voll aufgegangen war. Der Präsident betonte aber in seinen Ausführungen, dass ohne die Diskussionen, Anregungen von den Kammer-Mitgliedern und ohne sein Team kein solcher Erfolg möglich gewesen wäre. Es sei aber noch lange nicht alle Arbeit getan, das Euro-Wechselkurs-Problem sowie der rasant ansteigende Internethandel seien nur zwei Herausforderungen, welche die Handelskammer in Zukunft noch beschäftigen würden. Er bedankte sich bei allen Beteiligten, insbesondere der Regierung und den Amtsleitern für das Vertrauen und die tolle Zusammenarbeit.

Lang anhaltender Applaus für Matt
Mit einem lang anhaltenden Applaus und einer Standing Ovation bedankten sich die anwesenden Mitglieder bei dem sichtlich gerührten Präsidenten, der einstimmig zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde.
Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch überbrachte die Grussworte der Regierung. Er betonte in seinen Ausführungen, dass das Land ein starkes Gewerbe brauche und dass handwerkliche Fähigkeiten gefördert werden sollten. Die duale Ausbildung müsse weiter gefördert, die Rahmenbedingungen verbessert und die Wirtschaft gestärkt werden. Er setze sich dafür ein, dass die Regulatorien und Bürokratie weiter abgebaut würden. Das Land müsse ihr innovatives Potenzial ausschöpfen und dürfe keine Angst vor der Digitalisierung haben.

Wichtig sei aber, dass wir alle diese Herausforderungen gemeinsam angehen. Schlussendlich könne das Land sogar von der Digitalisierung profitieren. «Wir müssen Nischen entdecken und sie nutzen», betonte Daniel Risch. Zum Beispiel dürfe man nicht jammern, wenn Personen über der Grenze einkaufen, sondern man müsse sich fragen, warum sie dort einkaufen. Er freue sich in seiner Funktion als Wirtschaftsminister, den bisher erfolgreichen Dialog mit der Wirtschaftskammer fortzusetzen.

Rainer Ritter zum Präsidenten ernannt
Der 47-jährige Rainer Ritter wurde einstimmig von der Versammlung zum neuen Präsidenten ernannt. Er stammt aus Mauren, hat seine Erfahrungen in der Autobranche gesammelt und hat schon mehrere Jahre im Vorstand des Autogewerbeverbands mitgearbeitet.

Musikalisch mit bissigen Liedern untermalt wurde der Anlass von der bekannten Unterländer Band «eniVier». Ein Apéro rundete die Jahresversammlung ab.

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