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Erfolgreicher Lehrabschluss: Wichtiges berufliches Etappenziel erreicht

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Aussichtsreich Die Wirtschaftskammer Liechtenstein überreichte gestern Abend im SAL in Schaan die Fähigkeitszeugnisse an 165 junge Berufsleute. 9 Personen dürfen sich auf Schloss Vaduz ins Goldene Buch eintragen.

Von Hartmut Neuhaus

«Die duale Ausbildung mit Theorie und Praxis hat bei uns einen hohen Stellenwert und ist gleichzeitig ein Erfolgsmodell, worum uns viele andere Länder beneiden», betonte Jürgen Nigg, Geschäftsführer der Wirtschaftskammer Liechtenstein in seinen Begrüssungsworten an der Lehrabschlussfeier gestern Abend im SAL in Schaan. Zahlreiche Persönlichkeiten aus der Politik und Wirtschaft, Berufsausbildner und Eltern waren gekommen, um die tollen Leistungen der frischgebackenen Berufsleute zu feiern. Jürgen Nigg freute sich weiter, dass etwa zwei Drittel der Jugendlichen derzeit den Weg in die Arbeitswelt über eine Berufslehre wählen würden. Besonders im gewerblichen Sektor sei die Vielfalt an Berufen sehr hoch. Er wünschte den jungen Berufsleuten alles Gute für die Zukunft und gratulierte ihnen und den Lehrbetrieben für die tollen Leistungen. Auch Werner Kranz, Leiter des Amtes für Berufsbildung und Berufsberatung, zeigte sich stolz und zitierte den deutschen Philosophen Nietzsche: «Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel!» Der erfolgreiche Abschluss einer Lehre sei ein besonderes Etappenziel, welches jeder Absolvent erreicht habe und welches unerlässlich für eine weitere berufliche Karriere sei. Man müsse sich neue berufliche Ziele setzen und ­diese konsequent verfolgen, auch wenn sich einem einmal ein paar Hindernisse in den Weg stellten. «Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder als jener, der ohne Ziel umherirrt», zitierte Werner Kranz den Schriftsteller Lessing. Schlussendlich lohne sich das Durchhaltevermögen im Leben aber immer.

Gestärkt in die Zukunft

Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch überbrachte die Grüsse und Gratulationen der Regierung. Durch das erfolgreiche Absolvieren der Lehre habe man während der letzten drei bis vier Jahre gezeigt, dass man nur mit Geduld, Ehrgeiz und Können sein Ziel erreicht. Für ihn seien die Wirtschaftsunternehmen mit Fussballclubs vergleichbar. Sie seien Magnete für internationale Talente und können aber auch als Sprungbrett dienen. Der Spieler gehe aus einem Training gestärkt hervor und könne je nachdem, wie gut er spielt, in eine regionale Mannschaft oder in eine noch bessere internationale Mannschaft wechseln. Ähnlich verhalte es sich in einer Unternehmung. Daniel Risch brach ebenfalls eine Lanze für das duale Ausbildungssystem. Das in der Schule erworbene theoretische Wissen, gepaart mit dem praktischen Wissen, sorge dafür, dass man für den Einsatz im Berufsleben bestens gerüstet sei. Analog dem Fussballverein könne man sein erworbenes Wissen auch in ausländischen und international tätigen Unternehmen anwenden. Allerdings würde es ihn freuen, wenn möglichst viele Lehrabgänger ihr Know-how in der liechtensteinischen Wirtschaft einsetzen würden. Er wünschte den neuen Berufsleuten alles Gute für die Zukunft.

Eintrag ins Goldene Buch

Neun Absolventen schnitten mit einem Notendurchschnitt von 5,3 und besser ab. Eine Person absolvierte zusätzlich noch die Berufsmittelschule. Mit einem Notendurchschnitt von 5,5. schloss Petra Wichser von der PodoPlus AG ab, Rafaela Büchel von der Confiserie Wanger AG erreichte die sagenhafte Note von 5,6. Alle Absolventen mit Note 5,3 und besser dürfen sich am 15. September auf Schloss Vaduz unter der Anwesenheit des Erbprinzen ins Goldene Buch eintragen. Der traditionelle Apéro fand nach der Lehrbriefverteilung unter musikalischer Begleitung der Band «Style Music» statt.

 

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