www.volksbank.li
www.concordia.li
Volltextsuche:
 

Wirtschaftskammer
Liechtenstein

Zollstrasse 23
FL - 9494 Schaan
Telefon: +423 237 77 88
Telefax: +423 237 77 89
info@wirtschaftskammer.li


Öffnungszeiten:
Mo-Do 08:00 bis 12.00 und 13.30 bis 17:00 Uhr
Fr 08.00 bis 12.00 und
13.30 bis 16.00 Uhr

DHL Service Point

News

Grenzlandtreffen der Wirtschaftsfachleute
 
Dienstag, 27. September 2011 09:00
Liechtensteiner Vaterland

Übers Wochenende trafen sich in Schaan ehemalige Geschäftsführer von Gewerbe- und Wirtschaftsorganisationen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland zu einem Gedankenaustausch.

 

Schaan. – Eingeladen wurden die pensionierten Wirtschaftsfachleute vom Landtagsabgeordneten Manfred Batliner, der als ehemaliger Geschäftsführer der Liechtensteiner Wirtschaftskammer auch ein «Pensionist» ist. Das Treffen vom Sonntagnachmittag war geprägt von Referaten von Arnold Matt und dem Zürcher Nationalrat Bruno Zuppiger. Aber auch der gemütliche Teil kam nicht zu kurz. Am Freitag und Samstag erkundeten die Gäste Liechtensteins Alpenwelt und die Attraktionen von Vaduz. Nach dem Besuch im Landesmuseum waren sie voll des Lobes, dem Kunstmuseum standen sie mehrheitlich kritisch gegenüber.

Sich ohne Zwang behauptet

Bis zum Jahr 2005 war die Gewerbe- und Wirtschaftskammer ein «Zwangsverein», die Mitgliedschaft war für jeden Gewerbetreibenden Pflicht. Der heutige Präsident der Wirtschaftskammer, Arnold Matt, konnte in seinem Referat mit Stolz sagen, dass sich die Organisation nach Abschaffung des Zwangs sehr gut entwickelt habe. Die Wirtschaftskammer hat heute 1000 Mitglieder, von denen 87 Prozent 1 bis 10 Angestellte haben. Sie finanziert sich zu 50 Prozent aus den Mitgliederbeiträgen. 37 Prozent der Einnahmen kommen von Eigenleistungen und die restlichen 13 Prozent aus der Leistungsvereinbarung vom Land Liechtenstein. Sie ist eine starke Hilfe für die Betriebsleiter, dank ihrer starken Vernetzung hat sie erheblichen Einfluss auf die Politik.

Der Ausbildung verpflichtet

Die Wirtschaftskammer hat viele Geschäftsbereiche. Da seien besonders 100 Pro, Servicepoint, BWI, Liecard mit 70 Mitgliederbetrieben und der «Unternehmer», die Verbandzeitschrift, erwähnt. Viel investiert die Kammer in die Aus- und Weiterbildung. Die Organisation des Lehrlingswesens ist eine sehr wichtige Aufgabe, denn es fehlt vielen Betrieben an Fachkräften. Jeden Abend kommen 50 Lehrlinge, um mit Nachhilfeunterricht ihr Wissen zu verbessern.
Die Sicherung des Wirtschaftsstandorts und der Attraktivität des Finanzklimas sind zentrale Themen, wie auch der Ausbau der Verkehrsstruktur. Mit dem Kampf für den Industriezubringer konnte die Wirtschaftskammer einen vollen Erfolg erzielen. Ein wichtiges Thema ist auch die Stabilisierung der Lohnnebenkosten.

Geschäfte über die Grenze

Zu schaffen macht den Liechtensteiner Gewerbetreibenden die einseitige Diskriminierung bei Aufträgen in der Schweiz. Dabei fliesst viel mehr Geld von Liechtenstein in die Schweiz als umgekehrt. Auf das Problem der ausländischen Arbeitskräfte, von denen viele Schwarzarbeiter aus Osteuropa sind, machte der Zürcher SVP-Nationalrat Bruno Zuppiger in seinem Referat aufmerksam. Zuppiger ist der Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes. Seiner Ansicht nach muss die Zuwanderung strenger geregelt und der Schwarzarbeit ein Riegel geschoben werden. Ferner muss die Bürokratie in der Schweiz reduziert werden. Heute fallen 10 Prozent der wirtschaftlichen Leistung für teils unnötige Büroarbeiten an. Diese Ausgaben müssen um mindestens 20 Prozent gesenkt werden. Zuppiger hat nichts gegen einen gesunden Finanzplatz Schweiz, aber noch wichtiger sind für ihn die Arbeitsplätze im Gewerbe und in der Industrie. Denn nur mit solchen Arbeitsplätzen könne einer drohenden Jugendarbeitslosigkeit entgegengewirkt werden. Der Referent betont seinen Ausführungen das gute Verhältnis des Schweizerischen Gewerbeverbandes zur Liechtensteiner Wirtschaftskammer, und das soll auch so bleiben.


Diese Seite per E-Mail versenden

Andere Artikel anzeigen

Seite drucken | Seite senden