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News
| Alle Kandidaten gut im Rennen | | |
| Freitag, 7. Oktober 2011 01:00 |
Liechtensteiner Vaterland
Auch nach dem zweiten Wettkampftag sind die Liechtensteiner zuversichtlich, im Kampf um Medaillen und Leistungsdiplome gut im Rennen zu liegen. Alle sind gesundheitlich wohlauf und liefern hier eine Spitzenleistung ab.
Von Desirée Vogt aus London
London. – Eine wirkliche Einschätzung kann nach dem zweiten Tag noch keiner abgeben. Doch es war genügend Zeit, um die Konkurrenz zu beobachten. So sind Experten davon überzeugt, dass die Liechtensteiner absolut mithalten können. Obwohl sich die sechs Kandidaten nicht von ihrer Arbeit ablenken liessen, nahmen sie am Rande Notiz davon, dass auch heute wieder Besuch aus Liechtenstein da war.Vier Vertreter der Wirtschaftskammer sowie zahlreiche Sponsoren und auch zwei Vertreter der Liechtensteinischen Kraftwerke sahen sich die Wettbewerbe im ExCel-Center an und unterstützten die Delegation vor Ort.
Mathias Vetsch auf Kurs
Vermutlich am wenigsten publikumswirksam ist der Beruf IT Netzwerk und Systemadministration, in dem Mathias Vetsch um eine Medaille kämpft. Dort sitzen die Kandidaten vor einem Computer und arbeiten an Netzwerken, schliessen Hardware an und konfigurieren diese. Für die Zuaschauer ist hier schwer zu beurteilen, wer seine Sache gut macht. Doch Experte Stefan Wachter weiss: Mathias arbeitet ruhig und konzentriert und konnte die an ihn gestellten Aufgaben erledigen. Die anfängliche Nervosität habe sich gelegt und die noch vor ihm liegenden Aufgaben sind für Vetsch absolut machbar. «Er müsste alles beherrschen. Es gibt nichts, was er nicht schon einmal gemacht hat», so der Experte.
Sandro Ospelt beweist Nerven
Nachdem CNC-Fräser Sandro Ospelt am Mittwochmorgen hervorragend gestartet war, geriet er am Nachmittag leicht ins Hintertreffen, musste sein Teil – übrigens vom Liechtensteiner Experten Reto Blumenthal ausgearbeitet – leicht nachbessern undVollgas geben. Er stellte aber unter Beweis, dass er dem Wettbewerb nervlich absolut gewachsen und ein Profi ist: «Er konnte dasTeil zur vorgegebenen Zeit abgeben und ist in den vorderen Rängen mit dabei», so Experte Reto Blumenthal. Am gestrigen Donnerstag hatten Ospelt leider mit technischen Problemen zu kämpfen, für die er allerdings nichts konnte, weshalb ihm 40 Minuten gutgeschrieben wurden. Ausserdem hat er sich leider noch eine kleine Schnittverletzung an der Hand zugezogen, die allerdings nicht weiter schlimm ist, wie Blumenthal beruhigt. «Sandro wirkt ruhig und liegt gut im Rennen. Ich bin zuversichtlich, dass er auch dieses Modul gut abschliessen wird.»
Ilir Ajgeraj voll im Zeitplan
Von Tag zu Tag besser läuft es bei Ilir Ajgeraj im Beruf Polymechaniker, wie sein Experte Christof Nipp bestätigt. Ajgeraj muss eine sogenannte Beugemaschine zusammenbauen, wobei elektrische und mechanische Komponenten zu berücksichtigen sind. Die Herausforderung für den jungen Kandidaten liegt darin, dass er dieAufgabe bis kurz vor demWettbewerb nicht gekannt hat und beim Start schnell koordinieren musste. «Er hatte einen super Start und keine Probleme. Ausserdem liegt er voll im Zeitplan», freut sich Nigg. Obwohl in diesem Beruf das wichtigste Kriterium sein wird, dass die Maschine läuft, kann der Kandidat auch sonst viele wichtige Punkte sammeln, etwa indem er beim Fräsen auf den Hundertstelmillimeter genau arbeitet.
Dies wird von externen Fachleuten überprüft.
Benjamin Vetsch bei der Konkurrenz
Benjamin Vetsch muss im Beruf des Möbelschreiners in den vier Wettkampftagen ein Möbel fertigstellen, wobei auch hier in verschiedenen Modulen gearbeitet wird. Vor allem bei diesem Kandidaten fällt die sehr ruhige und konzentrierte Arbeitsweise auf, die Experte Norbert Gantner bestätigen kann. «Kurz vor dem Wettkampf war er schon nervös. Doch sobald er an die Arbeit konnte, wurde er ruhig, weshalb bisher alles gut funktionert hat. Er liegt im Zeitplan und kann absolut mit der Konkurrenz mithalten», so Gantner. Bei der Arbeit von Vetsch wird zum Schluss nicht nur ausschlaggebend sein, ob das Möbel komplett fertiggestellt ist, sondern auch die Oberfläche und Massgenauigkeit werden laut Gantner eine wichtige Rolle spielen.
Sebastian Kind: Wichtiger Samstag
Zeitlich ebenfalls gut im Rennen liegt Anlagenelektriker Sebastian Kind, wie Experte Thomas Zerwas bestätigt. Kind installiert eine Heizungsmontage, bei ihm sind Panels, SPS, Programmierung, Kabel und Steckdosen zu sehen. Bei der Installation geht es vor allem darum, dass die Masse zum Schluss stimmen – auch wenn natürlich wie in allen Berufen auch hier das A und O ist, dass die Montage letztlich funktioniert. Heute, Freitag, wird Sebastian Kind mit der Verkabelung beschäftigt sein, bevor es am Samstag in den Endspurt geht. «Ich bin sehr zufrieden mit ihm. Spannend wird es aber noch einmal am Samstag, denn die Kandidaten wissen jetzt noch nicht, was sie programmieren müssen », so Zerwas.
Martin Noser ist «mit dabei»
Drei verschiedene Mauern in 22 Stunden muss Maurer Martin Noser in London bauen. Die erste Mauer stand bereits am Donnerstag kurz vor Mittag und wurde schon bewertet. «Er ist dabei», nickt Experte Dietmar Wohlwend auf die Frage, wie sich Noser bisher gegen die Konkurrenz behaupten kann.Am Donnerstagabend stand bereits ein grosser Teil der zweiten Mauer. «Diese Mauer wird er vermutlich früher als geplant fertigstellen können », so Wohlwend. Und das ist vermutlich auch gut so – denn Menge und Zeitdruck werden spätestens ab heute auf die Kondition schlagen. Und die Kandidaten müssen laut Wohlwend eine Wand mauern, die noch nie jemand gemauert hat.
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