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Casino: Regierung vergibt Lizenz an Vaduzerhof AG
 
Freitag, 3. Februar 2012 01:00
Liecht. Volksblatt

Entscheidung - Die erste Casino-Konzession Liechtensteins geht an die Casino Vaduzerhof AG von Mehrheitseigentümer Wolfgang Egger, an der auch Grand Casino Baden beteiligt ist.



Wirtschaftsminister Martin Meyer informierte am Mittwoch gemeinsam mit Christian Hausmann und Thomas Gstöhl vom Amt für Volkswirtschaft (AVW) über die Konzessionsvergabe. Da neben dem Siegerprojekt ein zweites Gesuch vonseiten der Casino Admiral AG eingegangen ist, musste das AVW beide Bewerber eingehend prüfen. Beide Gesuche erfüllten die Grundvoraussetzungen – deshalb galt es, die eingegangenen Projekte zu bewerten und der Regierung anhand von Gesichtspunkten wie volkswirtschaftlichem Nutzen sowie der Qualität von Sicherheits- und Sozialkonzept eine Empfehlung abzugeben. Sieger nach Punkten war gemäss Thomas Gstöhl das Vaduzerhof-Projekt; wie weit die Bewerber in der Bewertung auseinanderlagen, kommentierte er jedoch nicht.

Empfehlung des AVW gefolgt

Martin Meyer betonte, dass die Regierung mit ihrer Entscheidung vom Dienstag somit der Empfehlung des AVW gefolgt ist. Er erhofft sich zahlreiche positive Auswirkungen auf die liechtensteinische Wirtschaft; so schaffe die Umsetzung des 115-Betten-Hotels und Casinos nicht nur 100 neue Arbeitsplätze, sondern begünstige auch Zuliefererbetriebe. Ausserdem erwarte sich der Staat vom Grossbetrieb jährlich Steuereinnahmen von geschätzten 7,5 Millionen Franken. Im Interview mit dem «Volksblatt» bezeichnet der Wirtschaftsminister das grüne Licht für die Casino Vaduzerhof AG dementsprechend als «gutes Signal für den Wirtschaftsstandort». Auch Wolfgang Egger zeigte sich erwartungsgemäss erfreut über die Entscheidung der Regierung. Vonseiten der Gastronomen waren hingegen kritische Reaktionen zu vernehmen. So lud der Hotel- und Gastronomieverband den Casinobetreiber «zu einem konstruktiven und zukunftsweisenden Dialog ein»; die Herausforderung bestehe darin, das Grossprojekt so in bestehende Strukturen einzubinden, dass die heimischen Hotelbetriebe nicht in ihrer Existenz gefährdet würden. Schärfere Töne schlägt unterdessen Hotelier Klaus Schatzmann in einer Stellungnahme an: Er bezeichnete den Regierungsentscheid als «Schlag ins Gesicht der Hoteliers».


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